Der Kartograph sitzt auf seinem Felsen und schaut ins weite Land. Fein säuberlich trägt er Flüsse, Dörfer und Wälder ins Kartenwerk ein. Der Kartograph ist ein neues Flip & Write-Spiel für nahezu beliebig viele Mitspieler. Jeder hat ein gerastertes Blatt mit 11 × 11 Feldern vor sich. Dazu liegen vier zufällig gezogene Wertungskriterien aus, wie Punkte für Waldgebiete am Blattrand, für komplette Diagonalen, für größere Siedlungen oder Wasserflächen an Ruinen.

Alle spielen gleichzeitig. Vom Stapel der Landschaftskarten deckt man eine Karte auf, die entweder eine Art Tetris-Form und zwei Landschaften oder zwei Formen und eine Landschaft zeigt. Man wählt die Kombi, die der eigenen an den Wertungskriterien orientierten Strategie am besten taugt und trägt Form mit entsprechender Landschaft auf seinem Blatt ein. Bei der nächsten Karte entscheidet man sich wieder aufs Neue. Gemein wird es, wenn böse Goblins den Kartographen überfallen. Dann gibt man sein Blatt an den Nachbarn, der eine Goblinform darauf einträgt, die sicherlich ein paar Minuspunkte einbringt. Nach ein paar Karten hat man sich durch eine Jahreszeit gespielt und wertet. Stets gibt es eine Doppelwertung aus zwei Kriterien. Nach vier Jahreszeiten und vier Doppelwertungen ist Schluss und man zählt die Punkte. Der Kartograph ist ein fein justiertes, spannendes Werk, dessen Reiz in der Vielfalt der Wertungskriterien und Landschaftskarten liegt und das sich auf dem Grat zwischen Familienspiel und Kennerspiel bewegt.

Der Kartograph von Jordy Adan bei Pegasus, 1 bis 100 Spieler ab 10 Jahren, ca. 30 Minuten, ca. 20 €