Eine Lehre vor dem Studium ist oft eine gute Idee. Ich erinnere mich gerne an meine Ausbildung in einer Zauberküche, bevor ich ‚Schwarze Magie‘ studierte. Als Lehrbuben mussten wir allerlei Ingredienzien wie glitschige Glubschaugen, eingedoste Gewitterwolken oder wurmstichige Wunderpilze von Hand anordnen.

Morty Sorty
Heutzutage wird alles in adretten Gläschen mit goldenem, silbernem oder anderem Deckel angeliefert.

Die Zutaten müssen in drei Regalreihen in aufsteigender Wirkkraft einsortiert werden. Dazu hat jeder sein Regal in Form eines Tableaus vor sich. Fünf Fläschchen werden aus einem Beutel gezogen. Was blau gedeckelt ist kommt vorerst in ein Spezialregal. Reihum nimmt jeder ein Teil und setzt es in sein Vorratsbord. Wer passt bekommt eine kleine schwarze Katze. Dass kleine schwarze Katzen magische Kräfte haben muss ich wohl nicht erklären. Das weiß man!

Ziel ist, Punkte zu ergattern. Die gibt es für volle Regalreihen, aber auch für eine ganze Reihe geschickt angeordneter Zutatenkombinationen.

Wer ‚Die Quacksalber von Quedlinburg‘ oder ‚Die Tavernen im Tiefen Thal‘ liebt ist auch mit diesem Familienspiel gut beraten. Man kann es in der einfachen Grundversion oder auch in der etwas ausgefuchsteren Profiversion spielen. Das Material ist ansprechend und hübsch illustriert.

Morty Sorty von Markus Slawitscheck, Illu: David Cochard, Red: Anatol Dundar, Schmidt, 2 – 4 Sp. ab 8 J., ca. 30 Min., ca. 30 € schmidtspiele.de